Rough Vocal Effects


SHORT SOUNDEXAMPLES

In CVT wurden alle Klänge (unterteilt in Modes, Klangfarben, Effekte und darin die Rough Effects) separat erforscht und bezeichnet. Es gibt ein sehr klares Bild darüber, auf welchem Level im Vokaltrakt und wie sie gebildet werden. Nach diesem aktuellen Wissen entstand eine Guideline mit Techniken und Übungen, um einen gewünschten Effekt genau und auf gesunde Weise herzustellen. Natürlich gibt es auch Effekt-Mischungen (z.B. Screams in hoher Männerstimmlage), bzw. gehören sie häufig zum Stil, zum persönlichen Ausdruck vieler Interpret*innen, mit dem für sie typischen, eigenwilligen Sound (z.B. Janis Joplin, Joe Cocker, Tom Waits…).
Die Beispiele unten habe ich aber, für einen schnellen Überblick, erstmal pur und kurz gehalten. Neben der CVT-Bezeichnung steht in Klammern der unter Sänger*innen gängige Begriff.

Rough Vocal Effects können Stimmen also einen individuellen, leidenschaftlichen, oft auch unverwechselbaren Ausdruck geben. Das hängt, wie schon oben erwähnt, stark von der jeweiligen Persönlichkeit ab, dem Energie-Level, von Geschmack und häufig auch vom Musik-Stil/Genre. Effekte müssen zu uns passen, damit wir emotional authentisch klingen. Und viele dieser Sounds sind sehr anspruchsvoll. Um Effekte wie Distortion, Creaking oder die Sounds im Screaming/Shouting zu beherrschen, benötigst du eine stabile technische Basis, in Bezug auf:
Atmung & Stütze = Support
notwendige Einstellungen im Vokaltrakt = Setting: Twang, Modes
Kontrolle & Anpassung der Lautstärke und der Klangfarbe
korrekte Vokalbildung und
deinen Körpereinsatz & Energielevel.
Für alle Sänger*innen/Shouter*innen, ob Amateur oder Profi, ist absolut notwendig:
erst die Basis verankern
dann einen sicheren Zugriff auf alle Stimm-Modi trainieren
evtl. die Klangfarbe anpassen und
zum Schluss on top mit dem/den gewünschten Effekt(en) trainieren
Achte auch immer darauf:
Fähig zu sein mit und ohne Effekt zu singen, damit er nicht unfreiwillig oder zufällig entsteht
Dass du die notwendige Energie hast, um mit Effekten zu üben (zu performen)
Dass du deine persönlichen gesunden Grenzen deiner Stimme kennst und bewahrst
Übe regelmässig und bewußt. Und das lieber kürzer und mit Genauigkeit
Wenn etwas unangenehm ist oder weh tut: sofort beenden, es ist ein Zeichen, dass du etwas noch nicht korrekt eingestellt hast
Beginne nochmal mit dem richtigen Setting (Support, Mode, Vokale, etc…)
Erlaube dir nicht mehr als 3 Fehler hintereinander!
Wenn eine Technik spürbar gut funktioniert und der Sound (allmählich) deinem Wunsch entspricht: wiederhole sie mindestens 3 mal

Je sicherer du alles in deinem muskulären Gedächtnis verankerst, umso leichter wird Singen/Shouten mit Effekten. Du erhältst damit deine Stimme gesund, vermeidest Überanstrengung, Heiserkeit und vor allem Stimm-Schäden.
(Siehe auch CVT  im Überblick)
Mehr über CVT und alle Effekte:
Besuche die CVI Homepage vom  Complete Vocal Institute, mit detaillierten Infos über die Methode (auch in deutscher Sprache), und EGG-Videos von allen Modes und Effekten unter dem Menüpunkt Research .